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#RETHINKEUROPE: Deutschland und Österreich - Grenzgänger im Kraftwerk Europas

31. Aug. 2017

Bei ReThink Europe 2017 stehen Potenziale und Herausforderungen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich im Fokus

Die Beziehung zwischen Nachbarn ist ein faszinierendes Gebilde: Durch die räumliche Nähe nimmt man in großem Maße teil an den Ereignissen auf der anderen Seite des Zauns, jedem ist aber auch die Freiheit überlassen, klare Grenzen zu ziehen und darüber hinaus jegliche Kommunikation abzulehnen. Ebenso können Nachbarn aber auch Verantwortungen und Erfahrungen der gemeinsamen Umwelt teilen und im besten Fall von einer engen Zusammenarbeit profitieren. Nachbarschaften folgen im Kleinen wie im Großen ähnlichen Gesetzmäßigkeiten und Staaten, die sich eine gemeinsame Grenze teilen, sind ebenso in der Pflicht sich um eine gute und fruchtbare Nachbarschaft zu bemühen wie Mitglieder einer Schrebergartensiedlung.

Der Kongress ReThink Europe, der am 28. und 29. September in Passau stattfinden wird, betrachtet das komplexe System kontinentaler nationalstaatlicher Beziehungen. Ausgehend von Deutschland, ist besonders der Bezug zum ebenfalls deutsch-sprechenden Nachbarn Österreich besonders interessant, hat doch die Geschichte auch die beiden Staaten immer wieder freiwillig oder gegen ihren Willen verbunden. Heute, in Zeiten von Schengen und der Abschaffung von Binnengrenzen, ist es Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Institutionen möglich, sich frei über die nationalen Grenzen zu bewegen - Nutzen wir das Potenzial dieser Bewegungsfreiheit überhaupt?

Im Panel Deutschland und Österreich: Das Kraftwerk im Herzen Europas wirft bereits der Titel eine grundlegende Frage auf: Was zeichnet die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit der Nachbarn Deutschland und Österreich heute aus? Ungleich kleiner, konnte sich Österreich doch viele Jahre als wirtschaftliches Vorbild präsentieren, mit geringen Arbeitslosenzahlen und einer starken Konjunktur. Heute hat Deutschland wieder die Nase vorn, der Nachbarstaat verliert zunehmend den Anschluss. Die zunehmende Auflösung der nationalen Grenzen könnte für beide Nachbarn wertvoll sein und das Kraftwerk (wieder) in Schwung setzen - doch profitieren Unternehmen und Politik von grenzüberschreitenden Partnerschaften so sehr wie gewünscht? Welche Anforderungen ergeben sich an Infrastruktur und Förderungen, wenn man Synergien und Potenziale für die Zukunft nutzen möchte?

Hochspannende Gäste aus Politik und Wirtschaft werden die nachbarschaftliche Beziehung bei ReThink Europe 2017 einem kritischen Blick unterziehen, darunter:

  • Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung und Country Managing Partner von EY Deutschland
  • Knut Bartsch, Vorsitzender Geschäftsführer, KERMI GmbH
  • Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender des Vorstands und CEO, voestalpine AG
  • Bernd Eulitz, Mitglied des Vorstands, Linde AG
  • Andreas Fill, Geschäftsführer Fill Gesellschaft mbH
  • Rainer Haselbeck, Regierungspräsident, Regierung Niederbayern
  • Mag. Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich
  • Dr. Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaftskammer Österreich
  • Prof. Dr. Theresa Kuhn, Assistant Professor in Political Science, Universität Amsterdam
  • Peter Limbourg, Intendant, Deutsche Welle
  • Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender, Miba AG


Wir freuen uns auf eine vielschichtige Diskussion und ein interessiertes Publikum. Alle Informationen zu ReThink Europe 2017 finden Sie unter www.rethink-europe.de. Auf gute Nachbarschaft!

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